5) Sicherungstechnischer Ausbau der Tauernbahn seit 1984 bis heute

Wie überall, hat auch auf der Tauernbahn die Elektronik und damit der Mikrochip bzw. die Computertechnik fast alles andere abgelöst. So sind auf der gesamten Tauernbahn nur mehr die Bahnhöfe Schwarzach – St.Veit, Badgastein, Mallnitz/Obervellach sowie Spittal/Millstättersee mit einem oder mehreren Fahrdienstleitern besetzt.

Derzeit steuert der Bahnhof Schwarzach/St.Veit die Strecke bis zur Abzweige Angertal 1 sowie den Bahnhof Lend der Giselabahn mit einem elektronischen Stellwerk welches einfach auf die Technik der alten Anlagen aufgesetzt wurde, einzig der ehemalige Bahnhof Angertal bekam ein eigenes ESTW. Als Bedienoberfläche ist dort derzeit die Version 1.5 in Verwendung. Der Fahrdienstleiter in Badgastein arbeitet derzeit noch auf dem ältesten Drucktastenstellwerk der ÖBB, wird dieses ersetzt kommt es zum Stellbereich des Schwarzacher ESTWs. Die Strecke Böckstein – Überleitstelle Kolbnitz 2 (ehemals Bahnhof Mühldorf/Möllbrücke) wird vom ESTW Mallnitz/Obervellach der Bauart SMC 86 mit Einheitlicher Bedienoberfläche (EBO) Version 1.0 aus gesteuert und überwacht. Der Bahnhof Spittal/Millstättersee besitzt derzeit das modernste ESTW Österreichs, es hat die Bauart SIMIS AT mit EBO 2.0 und steuert den Bereich Pusarnitz – Rothenthurn. Aber auch das wird nicht mehr lange so sein. Nach dem Stand der vorhandenen Ausbaupläne werden in den nächsten Jahren die Betriebsführungszentralen (BFZ) Salzburg und Villach in Betrieb gehen und die Tauernstrecke von dort aus steuern. Mit August 2009 wird der Abschnitt Böckstein – Spittal/Millstättersee durchgehend zweigleisig befahrbar sein. Auf dem Abschnitt Böckstein – Schwarzach/St.Veit sind nur noch vier kurze Teilstücke eingleisig, wobei es hier sicher noch gute 10 Jahre dauern wird bis auch diese Abschnitte zweigleisig fertiggestellt sind.