100 Jahre Tauernbahn - ÖBB Sonderedition

Christoph Posch, seines Zeichen Pressesprecher bei den ÖBB hat im Rahmen des Tauernbahn-Jubiläums, ein hervoragendes Buch zusammen gestellt. Gemeinsam mit dem Bildband Tauernbahn-Österreichs moderne Alpenbahn wird diese Gebirgsbahn optimal beleuchtet!

Nicht weniger als 34 Jahre lang kämpften die nördlichen, westlichen und südlichen Landesteile der k.u.k. Monarchie um einen zweiten nationalen Bahnanschluss an Triest, der die Mobilität und die Logistikströme nachhaltig verbessern sollte. Erst 1901 wurden nach einem Reichsratsbeschluss die Signale für die „Neuen Alpenbahnen“ auf grün gestellt. In einer Rekordbauzeit von nur acht Jahren Bauzeit wurden die Tauern-, Karawanken-, Wocheiner-, Karst-, Pyhrnbahn und Wechselstrecke errichtet. Dr. Ing. Carl Wurmb leitete bis 1906 dieses letzte große Bahnbauvorhaben der Monarchie. Mit der Inbetriebnahme der Tauernbahn am 05.07.1909 wurde eine wichtige Lücke im österreichischen Schienennetz geschlossen. Schon wenige Wochen nach der Betriebsaufnahme stiegen die Verkehrsdienstleistungen auf der Tauernbahn in Richtung Triest in ungeahnte Höhen. Auch für den Reisezugsverkehr taten sich neue attraktive Verbindungen nach Triest und bis nach Istanbul auf.
Der Erste Weltkrieg beendete jäh diese Erfolgsgeschichte. Neue Grenzen wurden gezogen und die gesamte Achse auf drei Staaten aufgeteilt. Die neuen Staatsgrenzen waren mehr als hinderlich für den Bahnverkehr nach Triest. Die Reisezugrouten etablierten sich neu, vor allem in Richtung Balkanländer. Der Zweite Weltkrieg blieb nicht ohne Spuren für die „Neuen Alpenbahnen von 1901“. Zur Kapazitätssteigerungen wurden sämtliche Bahnhöfe ausgebaut und mit neuen, modernen Sicherungstechnologien ausgestattet.
Die Tauernbahn blieb vor der Zerstörung durch die alliierten Bombenangriffe nicht verschont. Der technische Zustand der Brücken und Tunnels der Tauernbahn und das Überschreiten der Kapazitätsgrenze erforderten es, dass 1969 der zweigleisige Streckenausbau begann. Dabei wurde die Südrampe in weiten Abschnitten in völlig neuer Trassierung errichtet. Es entstanden dabei die markanten Stahlbetonbogenbrücken der Tauernbahn, deren größte, die Pfaffenberg-Zwenberg-Brücke auch den Europarekord für Eisenbahnbrücken in dieser Technik hält. Ende 2009 wird der zweigleisige Ausbau der Tauernbahn Südrampe nach rund 40 Jahren Bauzeit abgeschlossen sein. Sämtliche Bauarbeiten wurden bei aufrechtem Bahnbetrieb in großteils unwegsamen Gelände durchgeführt. Vom Ausbau profitieren die Fahrgäste und die Wirtschaft gleichermaßen. Im gesamten Nord-Süd Güterverkehr über den Tauern-Hauptkamm bewältigt die Tauernbahn über 30 Prozent. Das ist ein europaweiter Spitzenwert. Auch die Reisezüge wurden um über eine Stunde beschleunigt und sind heute eine sehr gute Alternative zum PKW. Wer auf sein Fahrzeug dennoch nicht verzichten möchte, kann die Shuttle-Züge der Autoschleuse Tauernbahn zwischen Böckstein und Mallnitz nutzen. „100 Jahre Tauernbahn“ wurden am 05.07.2009 in Mallnitz gefeiert. Tauchen Sie ein in eine Zeitreise, von den Anfängen der Bahn bis zum modernsten Zug der ÖBB, dem ÖBB-Railjet.

Daten zum Buch:
Autor: Ing. Christoph Posch
Verlag: Art Quarterly Publishing House Verlag GmbH
280x240 mm Cover, Kern 275x230
252 Seiten mit 135 gr Bilderdruckpapier
Ein ausklappbarer Plan vom Querschnitt der Tauernbahn
391 Darstellungen mit vielen Farbabbildungen
Hardcover 2,4 mm Pappband mit Schutzumschlag glänzender Dispolackierung
Bestellbar beim Shop.oebb.at!