Kurzabriss der Geschichtlichen Entwicklung

Hier die Eckdaten der Tauernbahn

Mit dem Bau dieser Bahn war die Anbindung Triests an den industrialisierten Norden der Habsburgermonarchie geplant, mittels der das Monopol der privaten Südbahn gebrochen werden sollte, welche eine direkte Verbindung nach Wien darstellte. Gleichzeitig sollten die veralteten Hafenanlagen von Triest zeitgemäß ausgebaut werden. In dieses Verkehrskonzept miteingebunden waren auch Wocheinerbahn, Karawankenbahn und Pyhrnbahn.
Der Bau begann im Oktober 1901 unter Leitung des Ingenieurs Carl Wurmb. Ihm zu Ehren wurde 1913 in Salzburg ein Denkmal erstellt. Im September 1905 war die Strecke Schwarzach-St. Veit bis Badgastein fertiggestellt. Der durchgehende Betrieb auf dieser Strecke mit der Fortsetzung über die Karawankenbahn nach Triest erfolgte im Juli 1909.
Die Elektrifizierung der Strecke erfolgte 1933 – 1935. Bis dahin musste der Tauerntunnel künstlich belüftet werden. Im Tauerntunnel war die Strecke seit Beginn zweigleisig angelegt, ansonsten nur eingleisig gebaut.
Da die hochbelastete Strecke seit längerer Zeit am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt war, erfolgte ab 1969 der abschnittsweise zweigleisige Ausbau, verbunden mit einer teilweisen Neutrassierung. Insbesondere auf der Südrampe wurden neue zweigleisige Viadukte gebaut, mit denen die Strecke etwas begradigt wurde und die Leistungsfähigkeit der Strecke gesteigert werden konnte, was allerdings eine etwas größere Neigung zur Folge hatte. Damit konnten auch verschiedene Tunnel und Viadukte, die dringend überholungsbedürftig waren, aufgelassen werden. Die Reste der alten Strecke sind zu einem Großteil beim Befahren der neuen Strecke noch sichtbar.
Im Herbst 2008 wird die Tauernsüdrampe durchgehend zweigleisig befahrbar sein, wenngleich es durch verschiedene Linienverbesserungen zwischen Pusarnitz und Spittal nach bis 2009 dauern wird, dass der ungestörte Betrieb aufgenommen werden kann.
Das einzige Bauvorhaben auf der Tauernnordrampe ist derzeit der Neubau der Angerschluchtbrücke im Bahnhof Angertal. Alle übrigen Projekte sind zurückgestellt.