Mehrfach- und Sonderbespannnungen auf der Tauernbahn

Bei zu hoher Zughakenbelastung muss mit Zwischenlok gefahren werden. Müssen Triebfahrzeuge überstellt werden, so kann es an der Zugspitze zu Mehrfachbespannungen kommen.

Jede Bahnstrecke, so auch die Gebirgsbahnen haben gewisse Steigungen und Kurvenradien. Diese Faktoren beeinflussen den Reibwert eines Zuges bzw. die daraus resultierende Belastung des Zughakens hinter dem sogenannten Zugtriebfahrzeug (1. Lok vor dem Zug). Das Verhältnis wird als S-Wert bezeichnet. Für alle Strecken in Österreich wird in tabellarischer Form dieser Wert aufgeschlüsselt. Die daraus resultierende Zughakenbelastung, gibt an wie schwer ein gezogene Zug in den beschriebenen Streckenabschnitten sein darf. Hat ein Zug ein höheres Zuggewicht, so muss er nachgeschoben werden. Darf ein Güterzug nicht nachgeschoben werden, das kann mehrere Gründe haben (Pufferdifferenz, Autotransportwagen mit besonderer Achsanordnung, Einreihung von Niederflurwagen,...) so ist ein Zwischentriebfahrzeug einzureihen. Dieses, auch Zwischenlok genannte Fahrzeug ist so zu reihen, dass die Zugkraft der ziehenden Fahrzeuge ausgenutzt werden kann. Manchmal ist die Überschreitung der Zughakenreiss-Grenz so gering, dass nur ein Wagen auszureihen ist.