Zweigleisiger Ausbau der Tauernsüdrampe abgeschlossen

Kolbnitz - Nach 40 jähriger Bauzeit (1969 - 2009) konnte am 06. November 2009 der Zweigleisige Ausbau auf der Tauernsüdrampe abgeschlossen werden.

Im Sommer 1969 begann mit dem Neubau der Pfaffenberg-Zwenberg-Brücke der Zweigleisige Ausbau der Rampenstrecke auf der Tauern-Südseite. Zwischen Pusarnitz und Spittal wurde zu dieser Zeit der zweispurige Betrieb aufgenommen und die Abzweigung Lendorf (Verbindung zwischen Tauern- und Südbahn/Drautalstrecke bestand bis dahin noch nicht) installiert. Nach der Fertigstellung der größte Eisenbahn-Brücke Österreichs im Juli 1971, folgten die Falkenstein-Brücke 1977 und die auf 1000m Seehöhe liegende Lindischgraben-Brücke. Bis 1988 wurden etappenweise zwischen Penk und Kolbnitz des zweiten Gleises vorangetrieben. Erst 1992 begannen die Vorarbeiten für die Tunnelstrecke zwischen Mallnitz-Obervellach und der Abzweigung Lindisch. Dieser Ausbau konnte im November 1999 abgeschlossen werden. Der letzte eingleisige Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Kolbnitz und Pusarnitz wurden seit 2002 sukzessive umgebaut. Am 06.11.2009 konnte nach dem Bahnhofsumbau von Kolbnitz der sogenannte Lückenschluss auf der Tauern-Südrampe vollendet werden. Auf der Tauern-Nordrampe bildet der Neubau der Angerschlucht-Brücke und des anschließenden Bahnhof Angertal, das einzig erwähnenswertes Bauvorhaben. Dieses kann erst nach der Freigabe durch das BM.ViT bzw. nach dem positiven Abschluss der UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) im Jahr 2010 abgeschlossen werden. Weitere Vorhaben im Gasteinertal die Bahn mit einem zweiten Gleis zu versehen, scheitern zum Einen an dem Widerstand aus der Bevölkerung bzw. zum Anderen an der Finanzierung. Für das aktuelle Verkehrsaufkommen reicht der derzeitige Ausbau zwar aus, aber um für die Zukunft eine Hochleistungs-Bahn durch die Alpen zu ermöglichen bedarf es sicher weiterer Maßnahmen.
Die beiden Aufnahmen vom soeben fertiggestellten Bahnhof Kolbnitz entstanden am 11. November 2009.